Rodelinde_1920

Christina Gansch
Christina Gansch. Foto: Kartal Karagedik

Vor hundert Jahren brachte die AOV mit ihrem Dirigenten Oskar Hagen die Händeloper Rodelinde auf die Bühne – der Startschuss für die Händel-Festspiele Göttingen. Wir kehren zurück zu den Wurzeln der Händelrenaissance und präsentieren Rodelinde in Oskar Hagens Bearbeitung von 1920 neben Strawinskys Pulcinella aus dem gleichen Jahr.

„Rodelinde_1920“ – 100 Jahre Händel-Festspiele Göttingen

Georg Friedrich Händel: Arien aus Rodelinde (Fassung von Oskar Hagen, 1920)
Georg Friedrich Händel: Wassermusik (Auszüge)
Igor Strawinsky: Pulcinella Suite (Auszüge)

Sonntag, 23.02.2020, 17:00  Uhr, Deutsches Theater Göttingen

Akademische Orchestervereinigung und Musiker des Göttinger Sinfonie Orchesters

Christina Gansch, Sopran
Tobias Berndt, Bariton

Piero Lombardi, musikalische Leitung
Tobias Wolff, Moderation

Weitere Informationen unter www.haendel-festspiele.de – Jetzt Tickets sichern!

Winterkonzerte 2020

Druck, Befreiung. Düsternis, Auflösung. Im Wintersemester 2019/20 bewegt sich die AOV Göttingen zwischen musikalischer Spannung und Entspannung. Den Auftakt bereiten fünf Solo-Celli, welche die „Wilhelm Tell“-Ouvertüre von Gioachino Rossini verträumt einleiten. Schließlich werden sie von orchestralen Natur- und Alpenmelodien abgelöst. Im weltbekannten Galopp folgt dann der erste Kampf.

Ähnlich bildreich vertont Antonín Dvořák in seiner sinfonischen Dichtung „Die Mittagshexe“, op. 108, eine gleichnamige tschechische Ballade von Karel Jaromír Erben. Die Musik zeichnet den Schrecken einer düsteren Hexe, die zur Mittagszeit auftaucht, um ein ungehorsames Kind zu bestrafen. Zwölf Glockenschläge und das Leitmotiv der Bassklarinette führen dunkles Hexenwerk aus. Die Trauer der Eltern und die dämonische Schadenfreude der Hexe sind eindrucksvoll hörbar.

Brahms‘ Sinfonie Nr. 1 in c-Moll, op. 68, beginnt ebenso düster im schmerzhaft langsamen Kampf der Stimmgruppen und ihrer Motive. Verarbeitete Brahms so den Druck, dem er sich ausgesetzt fühlte? Immerhin wagte er die Veröffentlichung seiner ersten Sinfonie erst nach 14-jährigem Zögern. Der einzigartige Finalsatz brilliert nach einem Befreiungsschlag der Hörner von c-Moll nach C-Dur mit einem leuchtenden Ende. Ein Konzert voller Abgründe, Lichtblicke, und Geschichten.

Winterkonzerte der AOV Göttingen:
25.01.2020 um 19:30 Uhr
26.01.2020 um 18:00 Uhr
Aula am Wilhelmsplatz, Göttingen

Jetzt Tickets sichern online und in allen Vorverkaufsstellen.

Sommerkonzerte 2019

Gegensätze ziehen sich an! Im Sommersemester 2019 zeigt die AOV Göttingen deshalb, neben Beethovens berühmter “Eroica”, Franz Schuberts Jugendwerk: die 1. Sinfonie, D-Dur, die er 1813 als 16-Jähriger vollendete. Unter anderem von Brahms als wenig relevantes Experiment abgetan, wurde sie erst in jüngster Zeit wieder zurück in den Fokus gerückt. Schubert orientiert sich an Haydn und Mozart, individualisiert sein Werk jedoch auch in seiner motivischen Verarbeitung und Freude am feinen orchestralen Detail, so auch in feierlicher Einleitung zum energischem Hauptthema im ersten Satz. Melodiöses Andante und traditionelles Menuetto zeigen den klassischen Schubert; der vierte Satz ist unkompliziert klar, ausstaffiert mit strahlenden “Kleinigkeiten”. Im Kontrast zu dieser strukturierten Verspieltheit steht Beethovens revolutionäre 3. Sinfonie “Eroica” in Es-Dur aus dem Jahr 1803. Die ursprünglich Napoleon gewidmete “Helden-Sinfonie” bricht gleich mit der zweitaktigen Einleitung in Akkordform, die im ganzen Werk immer wieder auftaucht, alle Normen und führt mit einem dynamischen und tänzerischen Hauptthema fort. Die Klagen der Violinen und Oboen im Trauermarsch des zweiten Satzes werden im innovativen Scherzo, damals erwartete man ein Menuetto, aufgefangen. Das Finale schließlich überzeugt durch vielseitige Variationen. Ein choralartiges Poco Andante mündet im stürmischen Presto und bereitet neben der Sinfonie auch unserem Konzert ein heldenhaft fulminantes Ende.

Schubert: Sinfonie Nr. 1
Beethoven: Sinfonie Nr. 3

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Aula am Wilhelmsplatz